Kaland – Kalandsbruderschaft

Zudem gab es mal die Calenderherren bzw. eine Bruderschaft. Wobei eine weitere Bezeichnung hierfür Kaland, Kalandsbruderschaften ist. Dabei handelt es sich um die Bruderschaften wohlhabender Bürger zur Verrichtung guter Werke. Solche Bruderschaften waren im Mittelalter in vielen Städten verbreitet. Das Wort Kaland leitet sich dabei wie das Wort Kalender vom lateinischen Wort kalendae ab. Es bedeutet den ersten Tag eines Monats. In Bezug auf die Kalandsbruderschaft bezog sich das dann darauf, dass sich die Mitglieder dieser Bruderschaft regelmäßig eben an diesem Tag, dem ersten Tag eines Monats trafen.

Der erste Monatstag des römischen Kalenders bedeutete auch Zahltag. In Anlehnung daran gründeten sich im Mittelalter die Kalandbruderschaften.

Zweck der Zusammenkünfte des Kalands war das gemeinschaftliche Gebet an gestifteten Altären und die gemeinsame Verrichtung wohltätiger Werke an Armen und Kranken. Die Kalande gedachten außerdem gemeinschaftlich ihrer verstorbenen Mitglieder. Die Feierlichkeiten begannen in der Kirche mit der Abhaltung der Vigilien und Seelenmessen und einer Prozession. Zu Ostern wurde das symbolische Fußwaschen von Greisen und Greisinnen der Armen begonnen und mit einer Brotverteilung abgeschlossen. Die Treffen wurden mit einer opulenten Mahlzeit beendet.

Kalandsbruderschaften gab es im Mittelalter. So wurden entsprechende Bruderschaften in verschiedenen Orten urkundlich erwähnt. Eine der ältesten Erwähnungen ist der Bruderschaft von Ottbergen aus dem Jahr 1234. Aus Alt-Berlin ist eine Anfang des 14. Jahrhunderts erwähnt worden. Und es gab eine Kalandsbruderschaft in Werl, bekannt ist diese nicht nur durch eine Beurkundung von Rechtsgeschäften bereits im Jahr 1419. In der Propsteikirche gibt es zudem noch den Altar der Kalandsbrüder.

In der Stadt Herford hatte der Kaland zudem eine eigene Glocke im Herforder Münster, die aus der Zeit um 1200 stammt.

Kalender – Derwische

Außerdem ist Kalender (andere Schreibweise Kalenter) eine Erscheinungsart der Derwische (Mitglieder einer religiösen islamischen Ordensgemeinschaft, zu dessen Riten Musik und rhythmische Tänze gehören).

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