Kalenden

Die Kalenden (lateinisch Kalendae) waren im römischen Kalender jeweils der erste Tag eines Monats.

Etymologisch leitet sich „Kalendae“ ab vom Ausrufungsritual („kalo“) im Zusammenhang mit der Göttin Iuno Covella (auch Iuno Kalendaris, römische Mondgöttin, Geburtsgöttin). Grammatisch kommen sie nur in der Mehrzahl vor (sind ein Pluraletantum) und sind eines der ganz wenigen lateinischen Wörter, die traditionell mit einem K geschrieben wurden. Von ihnen leitet sich das deutsche Wort „Kalender“ (über lateinisch calendarium „Verzeichnis der Kalendae“) ab.

In den meisten Tochtersprachen des Latein ist der Begriff Kalendae in seiner Ursprungsbedeutung verschwunden, hat sich indes in vereinzelten Regionen erhalten (z. B. in einigen italienischen Dialekten sowie im bündnerromanischen Brauchtumsnamen Chalandamarz).

Chalandamarz

Ein Frühlingsbrauch des romanischsprachigen und italienischsprachigen Gebiets des Schweizer Kantons Graubünden. Gefeiert wird der Chalandamarz am oder um den 1. März, dem römischen Jahresanfang. Früher war es auch Brauch, dass an diesem Tag, die im Februar gewählten Gemeindepräsidenten, Schreiber und Säckelmeister (Schatzmeister) in ihre Ämter eingesetzt wurden.

Kalenden – Nonen – Iden und Terminalien

Im römischen Kalender gab es in jedem Monat vier feststehende Feiertage und zwar neben den Kalenden noch die Nonen, Iden und Terminalien. Während die Kalenden am Monatsanfang gefeiert wurden, hatten die anderen Tage variable Tage. So fanden die Nonen zum großen Teil am fünften, teilweise aber auch am siebten eines Monats statt. Da die Nonen der neunte Tag vor den Iden waren, hing es eben damit zusammen, an welchem Tag im Monat die Iden gefeiert wurden. Und diese wurden eben am 13. bzw. am 15. eines Monats gefeiert.

An den griechischen Kalenden

Es gibt eine kaum noch gebräuchliche Redensart an den griechischen Kalenden. Dies bedeutet so viel wie zu St. Nimmerlein oder eben niemals. Bei an den griechischen Kalenden handelt es sich um eine direkte Übersetzung der lateinischen Redensart ad Kalendas graecas. Auch bei der lateinischen Redensart bedeutet das soviel wie niemals. Den der griechische Kalender kannte eben keinen besonderen Feiertag wie die Kalendae.

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